Willenberg

Saaz im 16. Jahrhundert nach Willenberg

Saazer Chronik

5.-10. Jh. -Slawische Besiedlung wird von den Lutschanen beherrscht.

1004 -Erste Erwähnung von Saaz (lateinisch: Satzi) in der Chronik des Thietmar von Merseburg: Der deutsche Kaiser befreit die slawische Burg von einer polnischen Besatzung.

1015-1020 - Der Fund des Saazer Silberschatzes belegt die Existenz eines prächtigen Palasts. Abbau von Eisen in großem Maßstab sowie Verarbeitung von Bronze und Roheisen in örtlichen Schmieden.

1055 -Fürst Břetislav I. gibt seinem ältesten Sohn Spytihněv (1055-1061) Saaz als Teilfürstentum. Bau der Marienkirche. Die frühromanische Basilika mit zwei Türmen an der Westfront wird zum kirchlichen Mittelpunkt der Provinz.

1144 -Erste schriftliche Erwähnung eines Saazer Burgherren („Castellanus Jarognev Satecensis“).

1265 -Přemysl Otakar II. erteilt der Stadt Saaz die Gerichtsbarkeit, das Meilenrecht und das Recht der freien Bewegung für die Bewohner. Saaz wird zur bedeutenden Handelsstadt der Region. Deutsche Bürger und Handwerker im Stadtrat

1335 -Johannes von Saaz erster Rektor der Saazer Lateinschule, die zur berühmtesten Schulen in Böhmen nach den Vorbild der Prager Universität wird; sein Werk “Der Ackermann aus Böhmen“ hat besondere Bedeutung für die neuhochdeutsche Sprache.

1336 - wahrscheinlich Grundsteinlegung für die Dekanatskirche.

1348 -erster Bericht über Hopfenanbau in Saaz.

1362 -Bau der Tuchbänke, aus denen später das Amtshaus und Ratshaus hervorgeht.

1386 - Bau der Lauben am Marktplatz.

1387 -Bau einer Wasserleitung mit mechanischem Pumpwerk von der Eger zum Wasserturm in der Burg.

1419-1434 - Saaz neben Louny, Slaný, Tábor Zentrum der hussitischen Revolution („Sonne der Hussitenstädte“).

1421 - Niederlage des 2. Hussitenkreuzzuges vor den Mauern der Stadt.

1437 - Saaz unter Kaiser Sigismund zur Kreisstadt erhoben. 

1601 -Stadtansicht von Johann Willenberg.

1620 -Niederlage am Weißen Berg;

1621 Hinrichtung des Saazer Primators (Bürgermeister) Maximilian Hoštalek, Emigration der protestantischen Adeligen und Bürger aus Böhmen. Auch Saaz, seit dem 16. Jahrhundert eine der volkreichsten Städte Böhmens, verliert viele Einwohner und erlebt einen wirtschaftlichen Rückgang. Durch den Zuzug von Deutschen ändert sich allmählich der Volkscharakter der Stadt. Saaz wird im 18./ 19. Jahrhundert zu einer überwiegend deutschen Stadt.

1635 -erster großer Stadtbrand.

1711 -Aufstellung der Dreifaltigkeitssäule („Pestsäule“) auf dem Marktplatz.

1738 -zweiter großer Stadtbrand, 1746 Aufstellung der Florianssäule.

1751 -Teilung des Saazer Kreises in die selbständigen Kreise Saaz und Elbogen.

1767 -1788 weitere Brände vernichten die Reste der mittelalterlichen Stadt; städtische Neugestaltung Anfang des 19. Jh.

1822 - Zuschüttung des südlichen Stadtgrabens, Entstehung der heutigen Wussin-Allee.

1827   - Fertigstellung der Kettenbrücke über die Eger.

1849   - Bau des Saazer Stadttheaters.

1862   - Auflösung des Saazer Kreises; Saaz wird Sitz der Bezirkshauptmannschaft.

1869   - Beginn des Eisenbahnbaues in der Saazer Region.

1887 - Gründung des Betriebs zur Herstellung von Metallwaren

1928 - 80 % der Saazer Bürger deutschsprachig.

1945   - Vertreibung der deutschen Bürger infolge des 2. Weltkriegs.

        dazu eine Dokumentation auf den Internetseiten www.heimatkreis-saaz.de

1960   - Saaz verliert Status als Bezirksstadt.

1961   - Der historischer Stadtkern zum Denkmalschutzgebiet erklärt.

1968   - Abriss der unteren Vorstadt; Neubebauung in Fertigbauweise.

2003 -  Die Stadt Saaz wieder eigener Bezirk