"Was hatten sie denn getan, die kleinen Juden von Prag, die braven Kaufleute von Prag, die friedlichsten aller friedlichen Bürger? ... In Prag warf man ihnen vor, daß sie keine Tschechen, in Saaz und Eger, daß sie keine Deutschen seien." (Theodor Herzl, 1897)

Dieser Friedhof soll mit unser Hilfe als Gedenkstätte für alle ermordeten und deportierten Juden des Saazer Landes neu erstehen.

Spendenaufruf für den Jüdischen Friedhof in Saaz

en JüdischJudensternen Friedhof in Prag, wo Rabbi Löw den berühmten Golem gemacht haben soll, kennt jeder. Er wurde, als Teil des Prager Ghettos, liebevoll restauriert und zieht heute als beeindruckendes Denkmal jüdischer Kultur in Böhmen jährlich Tausende von Besuchern an. Doch was ist mit den vielen anderen jüdischen Friedhöfen in der Tschechischen Republik? Insbesondere in den ehemals deutschen Städten, die vor dem Krieg bedeutende jüdische Gemeinden hatten?

Zum Beispiel Saaz. Die jüdische Gemeinde von Saaz hatte 1930 laut Volkszählung 760 Mitglieder. Der jüdische Friedhof, heute in der Ulica Trnovanska, wurde 1859 angelegt. Einige der Grabsteine, die deutsche, tschechische und hebräische Inschriften tragen, stammen noch aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Saazer Juden teilten unter der Naziherrschaft das Schicksal ihrer europäischen Brüder und Schwestern. Eine jüdische Gemeinde gibt es seit 1945 nicht mehr in Saaz. Seitdem verfällt der Friedhof, ebenso wie die Synagoge. 1976 fand die letzte jüdische Bestattung auf dem Friedhof statt. Die Jüdische Gemeinde von Teplice bezahlt heute den Friedhofsverwalter durch Wohnrecht im alten Küsterhaus.

Zwischen 1975 und 1991 unternahmen Bürger aus Saaz und jüdische Gruppen aus dem übrigen Böhmen erste Anstrengungen, die durch die Nazis und späteren Vandalismus verursachten Schäden auf dem Friedhof zu beseitigen.

 Seit 2003 hat sich der „Förderverein der Stadt Saaz/ Žatec“ zum Ziel gesetzt, aus dem Friedhof eine Gedenkstätte für die ermordeten jüdischen Bürger zu machen und die Synagoge zu restaurieren. Am 20. März 2004 traf er mit der Jüdischen Gemeinde Teplitz eine beglaubigte Vereinbarung hinsichtlich der gemeinsamen Planung und Finanzierung des Vorhabens.

Als erster Schritt wurde anlässlich der Tausendjahrfeier der Stadt Saaz/ Žatec am 11. September 2004 vom Vorsitzenden des Fördervereins eine Gedenktafel für die Juden von Saaz mit der Aufschrift „Schalom“ enthüllt. Zugegen waren Vertreter der Jüdischen Gemeinde Teplitz sowie tschechische Einwohner und ehemalige deutsche Bürger von Saaz.

Viel ist indes noch zu tun: Wir wünschen uns, dass der jüdische Friedhof und die Synagoge – eine der wenigen, die 1938 von den Nazi nicht zerstört wurden, weil eine beherzte Saazer Feuerfeuer eingriff – zu attraktiven Gedenkstätten der jüdischen Kultur im Saazer Land und in Böhmen werden. Dabei sind wir jedoch auf finanzielle Mithilfe angewiesen.Auschwitz

Wir bitten Sie deshalb herzlich um eine Spende für die im Vertrag mit der Jüdischen Gemeinde Teplitz genannten Zwecke. Dieses Dokument finden Sie in der anliegenden Dokumentation mit einer deutschen Übersetzung. Sie erhalten für Ihre Spende eine steuerabzugfähige Quittung, in welcher der besondere Zweck ausdrücklich genannt ist. Spendenkonto bei der NASPA Wiesbaden - Förderverein Saaz  Konto Nr. 146048110 BLZ 51050015

Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Aufmerksamkeit.

Endstation der Saazer Juden - Auschwitz

Bilder von jüdischen Friedhof in Saaz

Eingang von Innen

Eingang innen August

Verwarhloste Gräber

Eingang

Gesamtblick vom Eingang

Nach Beginn der Arbeiten

Ansicht nach den ersten Arbeiten

Grab Anfang

Grab Beck

Grab Oma

Grab im Memoriam

Unserer Gärtner Herr Jursik aus Saaz, Herr Latal, der Voristzender der jüdischen Gemeinde Teplitz und Herr Simacek in der Besprechung am Friedhof

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