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“DER SAAZER WEG”
“Žatecká cesta”
Ein Projekt des Fördervereins der Stadt Saaz / Žatec e.V. Deutschland und Sdružení rodáků a přátel města Žatce (Saaz Tschechischer Republik) (Vereinigung der Landsleute und Freunde der Stadt Saaz)
Der Zweite Weltkrieg mit seiner Vorgeschichte und seinen Folgen hat schweres Leid über Tschechen und Deutsche in der ehemaligen Tschechoslowakischen Republik gebracht. Angesichts dieses unseligen Geschehens und des unterschiedlichen Schicksals, das beide Nationalitäten nach der gewaltsamen Trennung durchlebt haben, ist Versöhnung und Verständnis für einander schwierig.
Der Saazer Weg
Der „Saazer Weg“ ist der Versuch, sich von der Vergangenheit und ihren schrecklichen Ereignissen nicht gefangen nehmen zu lassen, sondern der gemeinsamen Zukunft von Tschechen und Deutschen im europäischen Haus eine Zukunft zu geben. Die den Saazer Weg gehen wollen, sind überzeugt: Ohne Erinnerung kann es keine Versöhnung geben, aber ewige Vorwürfe führen auch nicht zum Ziel. Der „Saazer Weg“ soll in seiner Form ein dauerhafter und fruchtbarer demokratischer Dialog sein.
Die Last der Vergangenheit
In der Vergangenheit ist zwischen Deutschen und Tschechen viel Unrecht geschehen, das schweres Leid verursacht hat. Dies ist eine große Last für beide Nationalitäten. Unrecht und Leid werden aber immer individuell verübt und erlitten. Die meisten der heute Lebenden, die in Saaz wohnen, in Saaz geboren sind oder von Saazern abstammen, haben damals kein Unrecht verübt – schon deshalb nicht, weil sie erst nach dem Krieg geboren sind. Deshalb macht es keinen Sinn, von Kollektivschuld zu reden und kollektive Entschuldigungen einzufordern. Eine Entschuldigung müsste von denen kommen, die für Unrecht persönlich verantwortlich waren. Die meisten davon sind tot.
Aus der Vergangenheit lernen
Damit sich Unrecht nicht wiederholt, muss man wissen, was geschehen ist und warum. Deshalb gehört zum Saazer Weg die Vergegenwärtigung der gemeinsamen Geschichte von Tschechen und Deutschen. Schmerzliche Ereignisse dürfen dabei nicht verschwiegen werden. Unrecht muss beim Namen genannt werden. Insbesondere die Saazer Jugend hat ein Anrecht auf die volle historische Wahrheit. Ohne Wissen und Wahrheit hat Versöhnung keine Chance. Leid kann nicht ungeschehen gemacht werden, aber wer Leid erfahren hat, möchte wenigstens, dass die Welt es weiß. Historische Seminare und Gedenkfeiern können dabei helfen.
Die Chance der Zukunft
Die Lebenden sollen die Vergangenheit kennen, sie müssen mit der historischen Wahrheit leben, aber sie dürfen sich nicht von ihr erdrücken lassen. Der Saazer Weg ist ein Weg in die Zukunft. Wer Saaz liebt und an seine Zukunft als europäische Stadt glaubt, setzt sich aktiv für ihre wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung ein. Die tausendjährige Hopfenstadt soll ihr einstiges Ansehen als blühender Wirtschaftsstandort und städtebauliches Kleinod zurückgewinnen. Tschechen und Deutsche wollen sich darum bemühen, Saaz in das Kulturerbe der Welt einzureihen. Begegnungen zwischen beiden Nationalitäten sowie gemeinsame Tagungen, Publikationen und Projekte sollen unter anderem diesem Ziel dienen.
September 2003
Förderverein Saaz (Žatec) e.V. Georgesmünd (www.saaz.info)
Sdružení rodákù a přátel města Žatce (www.rodacizatec.com)
Projekte im Geiste des Saazer Weges
Gründung eines Internet Portals der Stadt Saaz - Žatec. www.saaz-portal.de und www.zatec-portal.de Der Vertrag mit den Stadtrat der Stadt Žatec (Saaz) unterzeichnet. Grundinformationen sind schon auf diesen Seiten veröffentlicht bereit durchgeführt
„Saazer Gespräche“ (Zatecke rozhovory) ein historisches Vortragsseminar über die Geschichte der Stadt am 10. September 2004 in Saaz / Zatec. Bereits durchgeführt.
Weltweites Treffen der Landsleute der Stadt am 11. September 2004 in Rahmen des Millenniums (Tausendjahrfeier) der Stadt. Bereits durchgeführt
Festliche Messe in der Saazer Stadtkirche am 12. September 2004 in deutscher und tschechischer Sprache.Bereits durchgeführt
Seminar “Ackerman aus Böhmen” durchgeführt am 14.-15. Oktober 2006
Gedenkfeier zur sogenannten „Reichskristallnacht“ am 10. November 2008 , Vorbereitung einer GEDENKSTÄTTE am Saazer Friedhof für die deportierten und ermordeten jüdische Bürger der Stadt Saaz in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Teplice. In Arbeit , so wie Sanierung des Friedhofes so wie Projekt “Die Juden von Saaz
Konferenz über “KAFKA in Saazer Land” in Zürgau bei Saaz (Siřem) in Vorbereitung 2009
Gründung eines Ackermannmuseums für die deutsche Geschichte der Stadt Saaz (Vision)
Gedenkstätte für die ermordeten Saazer Deutschen in Postelberg (Verhandlungen werden bereits geführt)
Organisation verschiedener Kulturveranstaltungen (z.B. neuer Literaturwettbewerbs), Sponsoring sportlicher Veranstaltungen sowie Förderung von wirtschaftlichen Kontakten u.a. zur Förderung des Fremdenverkehrs.
Erkundung der Möglichkeit eines Jugendaustausches zwischen tschechischen Familien in Saaz und Saazer Familien in Deutschland.Gründung einer Informationsbörse für Unternehmer, Beamte, Lehrer und Ärzte zum gegenseitigen Meinungsaustausch. (Internetmarktplatz) siehe Internetportal der Stadt Saaz
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